Gesund & bewegt
Kniegelenkchirurgie in der Klinik Lilienthal
Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Aufgrund seiner Komplexität können eine Vielzahl von unterschiedlichen Schädigungen auftreten. Unfallbedingte Verletzungen von Menisken und Bandstrukturen und deren arthroskopische Behandlung bilden einen Schwerpunkt der Klinik Lilienthal.
Das Kniegelenk und sein Verschleiß (Kniearthrose)
Am Kniegelenk unterscheidet man die innenseitige (mediale) oder außenseitige (laterale) Arthrose. Der dritte Gelenkabschnitt, das Kniescheibengelenk, kann ebenfalls isoliert oder in Kombination mit den anderen Gelenkabschnitten (Kompartimenten) betroffen sein. Sind alle Gelenkanteile betroffen, liegt eine trikompartimentäre oder Pangonarthrose vor.
Zumeist handelt es sich um einen belastungs- und altersbedingten Verschleiß. Aber auch frühere Verletzungen von Menisken und Bandstrukturen oder Fehlstellungen können zu einer dann oftmals vorzeitigen Arthrose führen. Neben den anfänglich belastungsabhängigen Beschwerden sind die voranschreitende Fehlstellung und die Einschränkung der Beweglichkeit Zeichen eines fortgeschrittenen Verschleißes.
Leistungsspektrum Knie-OP
Erstversorgung
- Endoprothetischer Gelenkersatz bei verletzungs- oder verschleißbedingter Schädigung des Kniegelenkes (Gonarthrose)
- In Abhängigkeit vom Ausmaß der Gelenkschädigung Versorgung durch Teil- und Vollprothesen (Schlitten- prothese, Oberflächenersatz oder gekoppelte Endoprothesen)
- Robotergestützter Kniegelenkersatz
Prothesenwechsel
- Entfernung und Wechsel gelockerter und/oder infizierter Knie-Endoprothesen
- Individuelle Rekonstruktion knöcherner Defekte mit körpereigenen oder speziellen Ersatzmaterialien
- Individualimplantate, Totalefemurprothese (Tofem)
Robotergestützter Kniegelenkersatz
Seit Oktober 2025 erweitert die Klinik Lilienthal ihr orthopädisches Leistungsspektrum um die robotergestützte Kniechirurgie. Bei ausgewählten Kniegelenkersatz-Operationen kommt das handgeführte Robotiksystem VELYS™ Robotic Assisted Solution zum Einsatz, das die operative Erfahrung der Chirurgen mit höchster Präzision unterstützt und eine individuelle, exakte Implantatplatzierung ermöglicht.
FAQ: Robotergestützter Kniegelenkersatz
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Was ist robotergestützte Kniechirurgie?
Robotergestützte Kniechirurgie ist eine moderne Form des Kniegelenkersatzes, bei der ein chirurgischer Roboter das Ärzteteam bei der Operation unterstützt. Dabei plant der Operateur die Position des Implantats genau auf die individuelle Anatomie des Patienten. Der Roboter dient als hochpräzises Assistenzinstrument, jeder Schnitt wird weiterhin vom Chirurgen durchgeführt. So verbindet die Technik präzise digitale Unterstützung mit menschlicher Erfahrung.
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Welches System wird in der Klinik Lilienthal eingesetzt?
In der Klinik Lilienthal kommt die VELYS™ Robotic Assisted Solution zum Einsatz. Dieses System erfasst die Anatomie des Kniegelenks millimetergenau und unterstützt die Operateure dabei, das Implantat optimal zu positionieren. Das Ziel: präzise, individuelle und schonende Knieoperationen.
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Ersetzt der Roboter den Chirurgen?
Nein, der Roboter ersetzt nicht die Hand des Chirurgen. Er erweitert die Möglichkeiten des Operateurs, indem er geplante Schnitte und Positionierungen präzise umsetzt. Der Chirurg kontrolliert jeden Schritt und entscheidet selbst über den Eingriff. Die Kombination aus Erfahrung und Technologie sorgt für optimale Ergebnisse.
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Ist vor der Operation noch eine zusätzliche Bildgebung (z.B. ein CT) erforderlich?
Nein, das verwendete robotische System benutzt intraoperativ erhobene Daten um die Positionierung des Implantates zu berechnen, eine vorherige Schnittbildgebung ist nicht erforderlich. Die übliche Bildgebung mit Röntgenbild, wie bei der herkömmlichen Operationsmethode, ist ausreichend.
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Welche Vorteile bietet die robotergestützte Kniechirurgie?
Die robotergestützte Kniechirurgie eröffnet Patienten neue Möglichkeiten für präzisere und schonendere Eingriffe. Das Implantat wird exakt auf die individuelle Anatomie abgestimmt, was zu einer optimalen Positionierung führt. Gleichzeitig werden das umgebende Gewebe und die Bänder geschont, da die Operation sehr gezielt durchgeführt wird. Dies kann eine schnellere Rehabilitation ermöglichen, da der Körper weniger belastet wird und die Erholung oft zügiger verläuft. Außerdem ist die Operation durch digitale Vorplanung und intraoperative Unterstützung besonders gut planbar, sodass jeder Schritt des Eingriffs optimal vorbereitet ist.
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Für wen ist die robotergestützte Kniechirurgie geeignet?
Roboterassistierte Knieoperationen eignen sich besonders für Patienten mit Kniearthrose, die einen Teil- oder Totalersatz benötigen. Die Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn eine besonders präzise Platzierung der Prothese wichtig ist, um optimale Ergebnisse bei der Behandlung von Knochen und Weichteilen zu erzielen und Gewebeschäden zu minimieren. Dabei führt der Roboter nur die vom Chirurgen vorgegebenen millimetergenauen Schnitte aus. Grundsätzlich ist die robotergestützte Kniechirurgie für fast alle Patienten geeignet, die auch für eine herkömmliche Knieprothese infrage kämen. Selbst bei komplexen Fehlstellungen entscheidet das Ärzteteam nach individueller Untersuchung über die beste Vorgehensweise.
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Ist das Operieren mit dem Roboter sicher?
Ja, das System schaltet sich sofort ab, sobald der zuvor geplante Operationsbereich verlassen wird. So werden Abweichungen von den geplanten Schritten vermieden und das Risiko für Weichteilverletzungen minimiert.
Der Chirurg kann jederzeit auf die bewährte Implantattechnik zurückgreifen. Das bedeutet: Implantate sind identisch wie bei der herkömmlichen Freihandtechnik und im unwahrscheinlichen Fall eines Systemausfalls kann die Operation jederzeit mit der klassischen Technik fortgesetzt werden.
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