Hygiene

Krankenhaushygiene mehr als nur Sauberkeit

Die Krankenhaushygiene arbeitet auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetz (IfSG), der TRBA (Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe) und den Empfehlungen der KRINKO (Kommission für Krankenhygiene und Infektionsprävention) am RKI in Berlin. Die Hauptaufgabe ist die Vermeidung von Nosokomialen Infektionen, d.h. von Infektionen, die im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt erworben wurden.

Hygienefachpersonal
Die Klinik Lilienthal hat eine Hygienefachkraft angestellt, die sich im Haus als Ansprechpartner für alle Berufsgruppen um die Belange der Hygiene kümmert. Die Hygienefachkraft gibt in Absprache mit der Hygienekommission Anweisungen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation heraus, die im Hygieneplan festgelegt sind.
Ferner hängen auf den Stationen Desinfektions- und Reinigungspläne (in gelber Farbe) aus.
Der Hygieneplan und die Desinfektionspläne sind für alle Mitarbeiter bindend. Durch regelmäßige innerbetriebliche Schulungs- und Fortbildungen werden alle Mitarbeiter auf den aktuellen Stand der Krankenhaushygiene gebracht. Bei den Hygienebegehungen, durchgeführt von der Hygienefachkraft, wird die Umsetzung der Maßnahmen überprüft und ggf. angepasst.

Händehygiene
Ganz besonderes Augenmerk liegt dabei auf der  Händedesinfektion, da die Hände als Hauptüberträger von Erregern gelten. Die Compliance des Personals bei der Händedesinfektion hat einen direkten Einfluss auf die Übertragung von pathogenen Erregern und die Entstehung Nosokomialer Infektionen. Händedesinfektion ist keine Option oder eine Sache der Gelegenheit. Deshalb nimmt die Klinik Lilienthal seit Januar 2013 an der Aktion saubere Hände teil, um die Umsetzung der 5 wichtigsten Indikationen der Händedesinfektion unter den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Krankenhaushygiene zu beachten.             

       
 Umgang mit MRE (Multiresistenten Erregern)
In der Klinik Lilienthal ist zudem der Umgang mit den multiresistenten Erregern im Hygieneplan hinterlegt.
MRSA (methicillinresistenter Staphyloccocus aureus): Es werden alle für das Haus relevanten Risikogruppen nach der Empfehlung der KRINKO am RKI-Institut vor der Aufnahme auf MRSA  vorsorglich gescreent. Dies gibt uns die Möglichkeit, diese Patientengruppe isoliert zu behandeln und eine Ansteckung für alle anderen Patienten zu vermeiden.
Zudem sind wir an das MRE-Netzwerk Bremen angeschlossen und dort finden regelmäßig Treffen für Absprachen und Austausch statt.