Der Bereich der Angiologie beinhaltet die Diagnostik und Therapie von arteriellen oder venösen Gefäßerkrankungen.  In der Klinik Lilienthal führen wir in Kooperation mit der Kardiologisch-Angiologischen Praxis - Herzzentrum Bremen, Angiografien zur Darstellung der Arterien von Becken, Beinen und Armen durch, wobei in den meisten Fällen auch direkt die Therapie mit Ballonaufdehnung und Implantation von Gefäßstützen ("Stents") während des gleichen Eingriffes erfolgt.

Durchblutungsstörungen der Arterien können Ursache für belastungsabhängige Schmerzen der Beine ("Schaufensterkrankheit" oder "Raucherbeine"), aber auch der Arme sein sowie auch der Grund für schlecht heilende Wunden an den Füßen bei zuckerkranken Patienten("Diabetes mellitus").

Was bedeutet "Angiografie" und "Ballonaufdehnung"?

Unter lokaler Betäubung führen wir durch die Leistenarterie oder auch durch eine Armarterie ein feines Kunststoff-Schläuchlein ("Katheter") ein, mit dem das interessierende arterielle Gefäßsegment mittels eines Kontrastmittels in einer Röntgenuntersuchung dargestellt wird ("Angiografie").  Auf Wunsch geben wir ein Beruhigungsmittel, eine Vollnarkose ist fast nie erforderlich. Falls behandlungswürdige Gefäßverengungen/-verschlüsse bei der Angiografie gefunden werden, führen wir meistens in gleicher Sitzung über einen feinen Führungsdraht einen Ballonkatheter bis in die verengte/verschlossene Becken-, Bein- oder Armarterie und dehnen mit dem Ballon vorsichtig die Arterie auf ("Ballonaufdehnung" oder auch im Medizinerdeutsch "PTA"). Bei Bedarf wird zusätzlich im Anschluss eine Gefäßstütze ("Stent") implantiert, der dann innerhalb der nächsten Wochen in die Gefäßinnenwand einwächst und dort für immer zur Abstützung des aufgedehnten Gefäßabschnittes verbleibt.

Nach dem Eingriff müssen Patienten unter Beobachtung bleiben. Sie erhalten blutgerinnungshemmende Medikamente, werden bis zum nächsten Morgen nach dem Eingriff mit einem Druckverband in der Leiste versorgt und bezüglich einer Einblutungsgefahr eng überwacht.
Patienten sollten uns im Vorfeld darüber informieren, wenn sie auf das jodhaltige Kontrastmittel allergisch reagieren, an Nierenschwäche oder Schilddrüsenüberfunktion leiden.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.kardiologie-bremen.com

Ärzte

Dr. med. Christian Hegeler-Molkewehrum

Dr. med. Walter Kunstreich

Dr. med. Friedrich Weber