• Schilddrüse
  • Nebenschilddrüsen
  • Nebennieren

 

Aufgabe der Schilddrüse ist die Synthese und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen. Schilddrüsenhormone beeinflussen zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sowohl die Hyperthyreose als auch die Hypothyreose verursachen charakteristische Symptome und Folgereaktionen in verschiedenen Organsystemen.

Störungen der Schilddrüsenfunktion treten nur bei einem Teil der Schilddrüsenkrankheiten auf, nahezu bei allen Schilddrüsenkrankheiten finden sich jedoch Veränderungen der Organstruktur. Zu nennen sind die gleichmäßige Vergrößerung der Schilddrüse bei der diffusen Struma, die verschiedenen Formen gutartiger Schilddrüsenknoten, die Veränderungen von Volumen, Mikroanatomie und Vaskularisation beim M. Basedow und schließlich die malignen Schilddrüsenkrankheiten.

 

Die Nebenschilddrüsen stellen das Serumkalzium im Sinne einer »biologischen Konstante« ein. Mittels der raschen Anpassung der Parathormonsekretion justieren sie das Serumkalzium auf einen Sollwert. Jede Abweichung des Serumkalziums nach oben oder nach unten zeigt eine Fehlfunktion dieses Regelkreises an und bedarf einer Abklärung. Die Beurteilung dieses Regelkreises ist nur durch eine gleichzeitige Bestimmung des Parathormons (PTH) und des Serumkalziums möglich. Beim primären und tertiären Hyperparathyreoidismus kommt es durch eine Übersekretion von PTH zu einer Hyperkalzämie, beim sekundären Hyperparathyreoidismus versuchen die Nebenschilddrüsen durch eine Erhöhung der PTH-Sekretion einen Kalzium oder Vitamin-D-Mangel auszugleichen  hier ist das Serumkalzium erniedrigt. Bei einer medikamentös nicht einstellbaren Situation kann die Entfernung einer oder auch mehrerer Nebenschilddrüsen notwendig sein.

 

Die Nebennieren umfassen zwei anatomisch und funktionell unterscheidbare Organe: die Nebennierenrinde und das Nebennierenmark. Beide spielen eine zentrale Rolle in der Stressbewältigung und sind regulativ miteinander verknüpft. Unterfunktionen der Nebennierenrinde können primär (z. B. durch Organzerstörung) oder sekundär durch den Ausfall regulativer Hormone (ACTH, Renin) bedingt sein. Ein Ausfall des Nebennierenmarks ist von geringer klinischer Bedeutung. Überfunktionssyndrome der Nebenniere (Cushing-Syndrom, primärer Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom) sind oft die Folge von Tumoren, die in ihrer Mehrzahl gutartig sind und zur Suppression der Funktion der intakten gegenseitigen Nebenniere führen können. Sie können auch später durch eine gesteigerte Stimulation der Nebenniere entstehen. Wenn man diese Zustände nicht medikamentös regulieren kann oder aber zu grosse oder gar bösartige Tumoren vorliegen muss man die Nebenniere operativ entfernen. Dies erfolgt in der Klinik Lilienthal vornehmlich minimalinvasiv laparoskopisch.

Dr. med. Can Yildirim

Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie / Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Notfallmedizin

Fax:
04298 271-393

 

Dr. med. Alexandra van den Hoogen

Funktionsoberärztin Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie / Fachärztin für Chirurgie und Viszeralchirurgie

Fax:
04298 271-393